Revisited Forum neuer Musik 2012 – Seligpreisung

Jörg Herchets Komponieren ist nicht nur Gegenstand mystischer Versenkung und religiöser Erfahrung, sondern ebenso auch rationaler Erkenntnis. Allerdings ist dieses nicht mit Worten, sondern in Tönen ausformuliert. Sein großes Orgelstück beim Kölner Forum neuer Musik überraschte das Publikum. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Musik: Jörg Herchet – „komposition 1 für orgel“, Stück VIII, Dominik Susteck, Orgel. Auch erschienen auf der CD Seligpreisungen, Querstand VKJK 1233.

Wettbewerbs-Pflichtstücke Dudelange

Die 4 Orgelzyklen von Dominik Susteck Zeitfiguren, Zeichen, Raumgestalten und Orgellabyrinth bilden die Pflicht-Auswahlstücke für das Finale beim Internationalen Orgelwettbewerb Dudelange 2021, Jury: Hans Ola ERICSSON (Suède, Canada), Paul BREISCH (Luxembourg), Véronique LE GUEN (France), Matthias MAIERHOFER (Allemagne)

Kill your Darlings – Kagel – Phantasie

Musik ist oft mit nostalgischen Empfindungen und Erinnerungen verbunden. Mit diesem Phänomen befasst sich die Sara Glojnarić; Schlagzeug-Intros quer durch die Popgeschichte bilden dabei den Bezugs-Rahmen. Malte Giesen reflektiert Beethovens “Siebte Sinfonie“. Ihm geht es um den prozessionshaften Charakter der Vorlage, um das Phänomen der Masse. Und das in einer Zeit, in der Massen-Erfahrungen nicht unmittelbar zugänglich sind. Die Besetzung hat Giesen Corona-gemäß reduziert und zu einer Art “elektronischem Schattenorchester“ vervielfältigt. Helmut Lachenmann stellt in “Notturno“ das Prinzip Solokonzert auf den Kopf: Das Orchester wird hier vom Solisten “begleitet“, der simultan eine ausgedehnte Kadenz spielt. Ganz im Hier und Jetzt bleibt schließlich Mauricio Kagel in seiner Orgelphantasie, die er durch hörspielartige “Obbligati“ aus dem Leben des Organisten erweitert. Mauricio Kagel – „Phantasie“ (1967) für Orgel mit Obbligati, Dominik Susteck, Orgel, Tobias Hagedorn, Zuspiel. Redaktion: Harry Vogt.

Weltraumschrott auf WDR 3

17.11.20 WDR 3: „Weltraumschrott“ (2020) nennt Dominik Susteck sein Opus, das im Anschluss an das Orgelkonzert von Bernhard Haas auf dem Programm steht. Der Kölner Organist und Komponist orientiert sich an der Besetzung von John Cages „Winter Music“ und „Atlas Eclipticalis“. Daher auch die acht Flügel, die aber nicht als normale Klaviere, sondern eher wie große Harfen eingesetzt werden. Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln, ON ALLSTARS Leitung: Susanne Blumenthal, Aufnahme vom 22./23. Mai aus der Kölner Philharmonie.

Orgellabyrinth

Dominik Susteck: Orgellabyrinth (2020) für Orgel | Spieldauer: 31 Minuten
Spiegelkabinett – Der Rufer – Runner – Schwarzes Loch – Unendlichkeit

Noten zur Ansicht [hier], bestellbar bei Are

Dieses Werk wurde anlässlich des 50. Orgeljubiläums von der Sophienkirche Berlin mit der Unterstützung des Musikfonds e.V. in Auftrag gegeben.

Interpret: Maximilian Schnaus

Termine:
15.11.2020 Sophienkirche Berlin (UA)
28.11.2020 Kunst-Station Sankt Peter Köln
09.12.2020 Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche Berlin

Raumgestalten mit Angela Metzger

Die Organistin Angela Metzger (München) hat den Zyklus „Raumgestalten“ neu auf CD an den Orgeln der Kunst-Station Sankt Peter Köln eingespielt. Das Design besorgte Ran Keren. Die CD ist unter www.are-verlag.de als Are 7024 erhältlich.

RBB-Kultur Der Organist Dominik Susteck

Mo 18.05.2020 | 21:04 | MUSIK DER GEGENWART mit Andreas Göbel
Längst hat auch die Avantgarde die Orgel als Instrument für unerhörte Klänge für sich entdeckt. Einer der derzeit wichtigsten Vertreter ist der Organist und Komponist Dominik Susteck. Seit dreizehn Jahren arbeitet er an der Orgelanlage der Kölner Kunst-Station Sankt Peter und hat mit den dortigen beiden Instrumenten ideale Bedingungen für die zeitgenössische Orgelmusik. [mehr]