Orgel: Instrument des Jahres

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Instrument des Jahres: Orgel. Kunst-Station Sankt Peter in Köln WDR 3 TonArt 10.03.2021 06:54 Min. Verfügbar bis 10.03.2022 Das Instrument in der Jesuitenkirche Sankt Peter in Köln ist eine der wichtigsten deutschen Orgeln für zeitgenössische Musik. Michael Struck-Schloen hat mit Dominik Susteck, Komponist und Organist, darüber gesprochen.

Neue Musik – für Orgel?! Sendung im SRF (Schweiz)

10.02.2021, 20-21 Uhr, eine Sendung von Benjamin Herzog, In der Kirche Sankt Peter dort. 1992 veranlasste deren damaliger Organist und Komponist Peter Bares in der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und danach zum Kunstraum umfunktionierten Kirche eine Orgelerweiterung. Ein visionäres Projekt, das dazu geeignet sei, «den Komponisten neue Horizonte aufzutun. Kurz gesagt: Es ist eine zeitgenössische Orgel», wie ein Experte 2006 meinte.

Heute wird die «Kunst-Station Sankt Peter», wie sie sich offiziell nennt, von dem Organisten Dominik Susteck mitbetrieben. Susteck stellt nüchtern fest, dass, «ungeachtet ihrer enormen Möglichkeiten für Orgel weniger zeitgenössische Musik entsteht, als für andere Instrumente».
In der Sendung Musik unserer Zeit erklärt Susteck die für viele unerahnten Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, die sich mit neuer Orgelmusik für Hörer und Spielerinnen ergeben. Wie das Instrument von seiner kirchlichen Konnotation befreien? Ist das überhaupt möglich und nötig? In Kurzportäts werden überdies einige Protagonisten neuer Orgelmusik vorgestellt. Und – die Vision der Vision – es wird die Frage erläutert, wie es weitergehen kann mit: Neuer Musik – für die Orgel?!

Verbote in der Musik – Im Namen der Inquisition

WDR 3 TonArt 25.01.2021 06:59 Min. Bis ins 18. Jahrhundert hat vor allem die Kirche bestimmt, welche Musik dem Glauben zuträglich war ‒ und welche nicht. Auf Konzilen wurden „anstößige Melodien“ verdammt, reich besetzte Musik galt als allzu sinnliche Ablenkung von der religiösen Botschaft, Frauenstimmen oder Instrumente waren verpönt. Michael Struck-Schloen über den Umgang der Kirche mit der Tonkunst, in Interview Dominik Susteck.

Revisited Forum neuer Musik 2012 – Seligpreisung

Jörg Herchets Komponieren ist nicht nur Gegenstand mystischer Versenkung und religiöser Erfahrung, sondern ebenso auch rationaler Erkenntnis. Allerdings ist dieses nicht mit Worten, sondern in Tönen ausformuliert. Sein großes Orgelstück beim Kölner Forum neuer Musik überraschte das Publikum. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Musik: Jörg Herchet – „komposition 1 für orgel“, Stück VIII, Dominik Susteck, Orgel. Auch erschienen auf der CD Seligpreisungen, Querstand VKJK 1233.

Wettbewerbs-Pflichtstücke Dudelange

Die 4 Orgelzyklen von Dominik Susteck Zeitfiguren, Zeichen, Raumgestalten und Orgellabyrinth bilden die Pflicht-Auswahlstücke für das Finale beim Internationalen Orgelwettbewerb Dudelange 2021, Jury: Hans Ola ERICSSON (Suède, Canada), Paul BREISCH (Luxembourg), Véronique LE GUEN (France), Matthias MAIERHOFER (Allemagne)

Kill your Darlings – Kagel – Phantasie

Musik ist oft mit nostalgischen Empfindungen und Erinnerungen verbunden. Mit diesem Phänomen befasst sich die Sara Glojnarić; Schlagzeug-Intros quer durch die Popgeschichte bilden dabei den Bezugs-Rahmen. Malte Giesen reflektiert Beethovens “Siebte Sinfonie“. Ihm geht es um den prozessionshaften Charakter der Vorlage, um das Phänomen der Masse. Und das in einer Zeit, in der Massen-Erfahrungen nicht unmittelbar zugänglich sind. Die Besetzung hat Giesen Corona-gemäß reduziert und zu einer Art “elektronischem Schattenorchester“ vervielfältigt. Helmut Lachenmann stellt in “Notturno“ das Prinzip Solokonzert auf den Kopf: Das Orchester wird hier vom Solisten “begleitet“, der simultan eine ausgedehnte Kadenz spielt. Ganz im Hier und Jetzt bleibt schließlich Mauricio Kagel in seiner Orgelphantasie, die er durch hörspielartige “Obbligati“ aus dem Leben des Organisten erweitert. Mauricio Kagel – „Phantasie“ (1967) für Orgel mit Obbligati, Dominik Susteck, Orgel, Tobias Hagedorn, Zuspiel. Redaktion: Harry Vogt.

Weltraumschrott auf WDR 3

17.11.20 WDR 3: „Weltraumschrott“ (2020) nennt Dominik Susteck sein Opus, das im Anschluss an das Orgelkonzert von Bernhard Haas auf dem Programm steht. Der Kölner Organist und Komponist orientiert sich an der Besetzung von John Cages „Winter Music“ und „Atlas Eclipticalis“. Daher auch die acht Flügel, die aber nicht als normale Klaviere, sondern eher wie große Harfen eingesetzt werden. Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln, ON ALLSTARS Leitung: Susanne Blumenthal, Aufnahme vom 22./23. Mai aus der Kölner Philharmonie.

Orgellabyrinth

Dominik Susteck: Orgellabyrinth (2020) für Orgel | Spieldauer: 31 Minuten
Spiegelkabinett – Der Rufer – Runner – Schwarzes Loch – Unendlichkeit

Noten zur Ansicht [hier], bestellbar bei Are

Dieses Werk wurde anlässlich des 50. Orgeljubiläums von der Sophienkirche Berlin mit der Unterstützung des Musikfonds e.V. in Auftrag gegeben.

Interpret: Maximilian Schnaus

Termine:
15.11.2020 Sophienkirche Berlin (UA)
28.11.2020 Kunst-Station Sankt Peter Köln
09.12.2020 Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche Berlin