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Orgelkonzert

Juni 12 @ 19:00 - 20:00

Programm:

Claude Debussy (1862‐1918)
La fille aux cheveux de lin (aus Préludes 1ère livre, 1910)
Orgelbearbeitung: Dominik Susteck 

Dominik Susteck (*1977)
Zeichen für Orgel (2016)
‐Morse
‐Funkfeuer
-Schatten

Claude Debussy
Des pas sur la neige (aus Préludes 1ère livre, 1910)
Orgelbearbeitung: Dominik Susteck

Dominik Susteck
Zeichen für Orgel
-Echos
-Signal
-Geister

Claude Debussy
La cathédrale engloutie (aus Préludes 1ère livre, 1910)
Orgelbearbeitung: Dominik Susteck 

Debussy entführt mit seiner Musik in eine „Anderswelt“, eine Traumwelt mit den Titeln „Das Mädchen mit den flachfarbenden Haaren“, „Schritte im Schnee“ und die „Versunkene Kathedrale“. Um die Stücke für die Orgel nutzbar zu machen, wurden sie modifiziert und erweitert. Dennoch orientiert sich die Musik am Originaltext, es ist also auch keine freie Paraphrase. Die Erweiterung begründet sich in der Intention, die vielen Klangfarben und Manuale der Konzertorgel besser zur Geltung zu bringen. Diese werden verschiedenartig einander gegenübergestellt. 

Zum Orgelzyklus „Zeichen“ 

Im ersten Satz „Morse“ findet sich ein als Morsezeichen verklausuliertes Zitat aus dem Markusevangelium (7,31‐37): „Öffne dich – Effata“. Öffne dich wird in Morsezeichen in folgenden Rhythmus übersetzt: [‐ ‐ ‐ . ..‐. ..‐. ‐. . / ‐.. .. ‐ .‐. ….] „Effata“ steht als Sinnbild des Öffnens zu Gott, zur Spiritualität, zum Leben. Die Morsezeichen finden sich als Rhythmus in den Zungenstimmen wieder. 

„Funkfeuer“ ist ein gestreutes Signal, das Flugzeugen Orientierung bietet. Zugleich bildet es ein Licht in der Dunkelheit, das zwar einen Weg andeutet, nicht in einem vorgegebenen, sondern in einem freien Sinn. Hier pfeift der Organist zu seinem Spiel. Es findet eine ständige Annäherung zwischen dem Pfeifen und der Orgel statt, die jedoch nicht ganz aufgeht. 

Der „Schatten“ ist mehrdeutig. Huschende Töne, Tonballungen oder hängende Töne bilden sich. Nach den tiefen, geräuschhaften Tönen zu Beginn entwickelt sich die Musik zu einem strahlenden, insistierenden Akkord.
Die „Echos“ stellen eine Suche nach einem Gegenüber dar. Es entsteht ein motivischer Dialog zwischen Hauptwerk und Schwellwerk. Manchmal verhalten sich die Töne in freier Variation zueinander. An anderer Stelle ordnen sie sich als Wiederholung ein. 

Ein „Signal“ ist eine klares akustisches Zeichen, das wie ein Aufruf wirkt. Das Stück verlangt nach dem Tutti der Orgel. Mit seinen Repetitionen und Oktaven baut es sich streng auf. Das eigentliche Signal ist eine Rufterz, wie sie in der Sprache beispielsweise zwischen Mutter und Kind zu hören ist. 

Die „Geister“ stehen weniger für Dämonen, sondern als Sinnbild für den Geist, ganz nach dem Motto, dass im Geistigen auch das Geistliche zu finden ist. Der Interpret nutzt Zusatzinstrumente und verlässt schließlich die Orgel. Zum einen deutet diese Aktion die Vergänglichkeit an. Zum anderen zeigt sie, dass Musik immer Geist ist und nicht bei den Tönen oder beim Instrument zu finden ist, sondern beim Kommunizieren und Erfahren.

Weitere Informationen zur Musik

Details

Datum:
Juni 12
Zeit:
19:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Immanuel-Kirche
Bonhoefferstraße 8
Köln, 51061
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