Dominik Susteck schreibt im Ausstellungskatalog zu Karin Kneffels Feuerbildern: „Anders als die Malerei, die letztendlich auf einen nicht an Zeit gebundenen Ausschnitt zurückgeworfen ist, erfährt sich Musik in dramatischer Gestaltung. Musik kann sich in ihrer Zeit und in ihrer Heftigkeit ähnlich wie das Feuer entwickeln und fortsetzen. Sie muss sich traditionellen Vorstellungen von der Ausfüllung von Zeit enthalten. Die Kunst ihrer Gestaltung liegt gerade in ihrer Unberechenbarkeit. Die Musik wird für den Hörer eine tönende und befreiende Form, die fernab aller traditionellen formalen Vorstellungen in Bewegung bleibt. Im Gegensatz zum tötenden Feuer ergreift die Musik uns und vermittelt mit ihrer Bewegung nicht Tod, sondern Leben: Feuer wird zum Sinnbild von Kraft und Neuanfang.“ (In: Feuer – Ausstellungskatalog zu Karin Kneffel, Kunst-Station, Köln 2008)